In aller Kürze

Don’t ask kids what they want to be when they grow up but what problems do they want to solve. This changes the conversation from who do I want to work for, to what do I need to learn to be able to do that.

Jaime Casap

Die Lernwerkstatt Sowiedu ist eine Alternativschule mit familiärer, sicherer Lernumgebung. Wie eine kleine, geborgene Dorfschule mitten in Wien!

Sie ist eine Weiterführung des familiären Rahmens der Kindergruppen Sowiedu

  • Mehrstufen-Lerngruppen
  • Unterrichtszeit: 9.00 -13.00 Uhr
  • Der Unterricht orientiert sich an Montessori und Freinet
  • English Native Speaker
  • Wir lernen Konflikte zu lösen mit Faustlos
  • Hortkindergrupppe für die Nachmittagsbetreuung Sowiedu Möwengruppe
  • Frühbetreuung: Ab 8:00 Uhr
  • Nachmittagsbetreuung: Bis 17:00 Uhr

Pädagogisches Konzept

Müssen sollen oder Können wollen

Wenn ich nur darf, wenn ich soll,
aber nie kann, wenn ich will,
dann kann ich auch nicht, wenn ich muss.

Wenn ich aber darf, wenn ich will,
dann mag ich auch, wenn ich soll,
und dann kann ich auch, wenn ich muss.

Denn merke: Die können sollen, müssen auch wollen dürfen.

Johannes Conrad

Im Vordergrund stehen eine emotionell sichere Lernumgebung und das Ziel den Kindern eine schöne, interessante und spannende Schulzeit zu ermöglichen, die ihre Freude am Lernen weckt und erhält. Uns ist es ein Anliegen einen Teil der Schulplätze jenen Kinder zur Verfügung zu stellen, die oft wenig gesehen werden: Introvertierte, sensible und ängstliche Kinder.  

Die Lernwerkstatt Sowiedu vermittelt ihren SchülerInnen Allgemeinbildung in einer besonders geschützten, liebevollen Lernumgebung. Bis zu ein Drittel Kinder mit Schüchternheit und Ängsten wie Schulangst, selektivem Mutismus,  Trennungsängste werden gemeinsam unterrichtet. Auch hochbegabte Underachiever finden in dieser Gruppe, die grundlegend Diversität postiv bewertet, ihren Platz.

Ein sicherer Hafen für Kinder mit Ängsten bedeutet: Eine überschaubare Gruppengröße, liebevolle, empathische und individuelle Betreuung durch konstante Bezugspersonen, die auf eine förderliche Beziehungsqualität achten und die Kinder im ganzen Wesen wahrnehmen, Schaffung einer sicheren Umgebung und enge Zusammenarbeit mit Eltern. Auch Kindern mit Hochbegabung oder Minderbegabung kommt unser Unterrichtsmodell und unser pädagogischer Zugang sehr entgegen, da wir stark individualisiert arbeiten und dabei möglichst auf die persönlichen Interessen eingehen. Kinder mit sicherem Sozialverhalten profitieren selbstverständlich ebenfalls von einem solchen Umfeld.

Nicht das Kind sollte sich der Umgebung anpassen, sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen.

Maria Montessori

Vorrangige Aufgabe der Schule ist es, Kindern mit unterschiedlichsten individuellen Voraussetzungen die Möglichkeit zu geben, sich zu sozial kompetenten, selbstbewussten, gebildeten, emanzipatorischen und solidarischen Persönlichkeiten zu entwickeln. Dazu trägt bei:

  • grundlegende Achtung vor dem Kind und der Beziehungsqualität,
  • das Verständnis der Kinder für ihre Umwelt zu vertiefen,
  • Förderung einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung,
  • interkulturelles, interreligiöses und soziales Lernen,
  • Sprachförderung in Deutsch und Englisch mit Native Speaker,
  • Kreativität, Kunst und Musik,
  • Bewegung, Sport, Ernährungs- und Körperbewusstsein,
  • Naturerfahrung.

Wir legen Wert auf Freiarbeit, Projektarbeit und Mitbestimmung. Die Lernwerkstatt Sowiedu orientiert sich an den reformpädagogischen Konzepten nach Celestin Freinet und Maria Montessori. Wir befürworten eine alltags- und lernzieltaugliche Methodenvielfalt.

Wir reagieren flexibel auf die Bedürfnisse einzelner SchülerInnen und der Gruppe, um den Kindern gute Rahmenbedingungen für motivierende Erfolgserlebnisse zu schaffen.  Ein zentrales Ziel ist es, dass auch schüchterne Kinder gut im Alltag zurechtkommen. Kinder mit Ängsten benötigen klare Strukturen, trotzdem kann man sie zu demokratischen Prozessen und Partizipation (nach Freinet) führen, im Schonraum einer beziehungsorientierten Kleingruppe können sie sich erproben.

Besonderes Anliegen ist die Förderung folgender Schlüsselkompetenzen: 

  • Selbstkompetenz: Selbstständigkeit, Kritikfähigkeit, Selbstvertrauen, Zuverlässigkeit, 
  • Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein
  • Emotionale Kompetenz: Sicherer Umgang mit Gefühlen und Bedürfnissen und Sozialkompetenz: Teamfähigkeit, Konfliktlösungskompetenz
  • Sachkompetenz: Selbstorganisiertes und selbstständiges Lernen nach den eigenen Interessen der SchülerInnen

Die Lernwerkstatt Sowiedu ist für SchülerInnen der 1. bis 6. Schulstufe konzipiert. 7. und 8. Schulstufe sind in Planung. Individuelle Lerngruppen werden altersheterogen und koedukativ nach dem Mehrstufenkonzept geführt. Im Sinne der Montessoripädagogik werden im Idealfall zwei Lerngruppen über drei Schulstufen von 1. bis 3. und 4. bis 6. Schulstufe gebildet. Bei Bedarf ist auch eine Vorschulstufe möglich, im Sinne einer flexiblen Schuleingangsphase. Das Mehrstufenkonzept ermöglicht SchülerInnen eine anpassungsfähige Verweildauer.


Schulalltag

Jede Lerngruppe wird von zumindest einer LehrerIn oder einer LernbegleiterIn betreut. LernbegleiterInnen sind qualifizierte Personen, die Lerngruppen unter pädagogischer Aufsicht und Anleitung der Schulleitung und LehrerInnen betreuen. LehrerInnen und Schulleitung übernehmen die Aufgabe als BildungsmanagerInnen und BildungsorgansisatorInnen tätig zu sein und die Lernbegleitung anzuleiten und zu beraten. Je nach psychosozialem Bedarf der SchülerInnen unterstützen auch mehrere Personen eine Gruppe. Es kann auch eine Fachassistenz für einzelne SchülerInnen eingesetzt werden, etwa der Autistenhilfe. Fachkräfte ohne pädagogische Ausbildung können fallweise zur Unterstützung im Unterricht herangezogen werden (Eltern, KünstlerInnen, HandwerkerInnen usw.).

Die primäre Unterrichtssprache ist Deutsch. Wir legen jedoch viel Wert auf Englisch als Zweit- bzw. Zusatzsprache. Auch andere Sprachen werden geschätzt und können im Rahmen von Projekten in den Unterricht einfließen.

Unterricht findet von Montag bis Freitag statt. Kernzeit ist von 9-13 Uhr. Der Unterricht endet spätestens um 16 Uhr. Pausen richten sich nach den Bedürfnissen der Schülerinnen. Die Schulzeit entspricht in ihrer Gesamtheit mindestens dem vom Schulzeitgesetz pro Jahr geforderten Ausmaß. Exkursionen sind Bestandteil der Schulzeit.


Das Kind muss sich selbst erziehen, sich selbst bilden, mit der Hilfe der Erwachsenen. Wir versetzen die Achse der Erziehung: im Zentrum der Schule steht nicht mehr der Lehrer, sondern das Kind. Es geht nicht mehr um die Vorlieben und die Bequemlichkeit des Lehrers: das Leben des Kindes, seine Bedürfnisse, seine Möglichkeiten sind der Angelpunkt unserer Erziehung.

Célestin Freinet

Der Unterricht findet überwiegend von den SchülerInnen selbstgesteuert und selbsttätig statt. Die LehrerInnen und LernbegleiterInnen stellen den dazu benötigten Rahmen zur Verfügung. Diese Unterrichtseinheiten liegen im Rahmen des Gesamtunterrichts. Gegenstände, die besondere Rahmenbedingungen brauchen, werden im Stundenplan ausgewiesen. Zu diesen zählen Bewegung und Sport, sowie Musikerziehung. Die Kernzeit des Unterrichts ist im Rahmen des Gesamtunterrichts in Form von freien Arbeitsphasen vorgesehen. Die SchülerInnen wählen aus dem Angebot der Lernwerkstatt aus, mit welchen Lerninhalten sie sich beschäftigen wollen oder verfolgen eigene Lernideen. Im Rahmen der Möglichkeiten der Organisationsstruktur gibt es freie Wahl von Arbeitsplatz, möglichen LernpartnerIn(nen), Zeit, Inhalt und Arbeitsweise. 

Die Lernangebote werden von den LehrerInnen erweitert und im Rahmen von gemeinsamen Sitzkreisen oder Kleingruppen, sowie individuellen Unterrichtssituationen vorgestellt. Neben den individuellen Lernphasen werden vor allem im Rahmen des Sachunterrichts Projekte durchgeführt. Bei der Themenwahl werden die SchülerInnen in die Ideensammlung sowie Auswahl miteingebunden und können so mitentscheiden. Es sind sowohl gemeinsame Projekte als Klasse, sowie individuelle Projekte als Einzelperson oder in Kleingruppen möglich. Die SchülerInnen können das Unterrichtsgeschehen aktiv mitgestalten. Für die Mitgestaltung werden regelmäßig Klassenräte abgehalten, in denen SchülerInnen ihre Ideen einbringen können. In diesem Gremium wird ebenfalls die Mithilfe bei Alltagsaufgaben in der Lernwerkstatt Sowiedu besprochen.

Die SchülerInnen werden bei ihrem Eintritt in die Lernwerkstatt Sowiedu auf Grund ihrer erfüllten Schulpflichtjahre einer Schulstufe zugeordnet. Die Lerninhalte die den Kindern angeboten werden beschränken sich jedoch nicht nur auf die zugeordnete Schulstufe. Je nach Unterrichtsgegenstand können SchülerInnen an Unterrichtsinhalten verschiedener Schulstufen arbeiten. Im Mittelpunkt steht weder Einstufung noch Benotung, sondern, dass alle SchülerInnen sich gemäß ihrer Potenziale, Begabung und Interessen gut entwickeln und möglichste wenig durch festgelegte Entwicklungszeitpunkte frustriert werden. Dies bedeutet für uns den SchülerInnen die Möglichkeit zu geben, schneller oder langsamer zu Lernen, so wie sie das brauchen – im Rahmen des öffentlichen Lehrplans.

In begründeten Fällen kann in der Volksschulzeit ein weiteres 5. Schuljahr besucht werden.


Leistungsbeurteilung

How much fuller and richer life would be if we saw the child in all his greatness, all his beauty, instead of focusing on all his little mistakes?

Maria Montessori

Die Leistungsbeurteilung der 1. bis 3. Schulstufe erfolgt durch ein Pensenbuch. Ein Elterngespräch dazu wird jedes Semester durchgeführt und dient zur Information der Eltern über die Leistungen ihres Kindes. Dem pädagogischen Konzept der Schule entsprechend, geht es nicht um einen Nachweis einzelner voneinander isolierter Leistungen, sondern um eine ganzheitliche Beschreibung der Fähigkeiten des Kindes. Im Jahreszeugnis der 4., 5. und 6. Schulstufe werden Ziffernnoten vergeben, gemäß den Vorgaben der Leistungsbeurteilungsverordnung.

Nachdem Kinder von unterschiedlichem Alter in einer Klasse zusammengefasst werden, gibt es kein Wiederholen im eigentlichen Sinn.


Aufnahmebedingungen

Für die Aufnahme bestehen keine Beschränkungen bezüglich Geschlechts, Nationalität,  Religionszugehörigkeit, Sprache oder Behinderung, wobei bis zu einem Drittel der Schulplätze für Kinder mit Angstthematik reserviert werden. 

Voraussetzung für die Aufnahme eines Kindes in die Schule ist das verpflichtende Hospitieren und das Aufnahmegespräche zwischen den Erziehungsberechtigten, dem Kind und dem Schulteam.


Lehrplan

An der Lernwerkstatt Sowiedu kommt für die 1. bis 4. Schulstufe der österreichische Volksschullehrplan, BGBl. Nr. 134/1963  in der Fassung BGBl. II Nr. 303/2012 vom 13. September 2012, zur Anwendung.

Für die 5. und 6. Schulstufe kommt der Glockseelehrplan und der begleitende Differenzlehrplan 2008 zur Anwendung.

Die Lernwerkstatt ist, sofern ihr das Öffentlichkeitsrecht verliehen wird, gemäß § 12 Abs. 1 Z 2 Schulpflichtgesetz 1985 zur Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht geeignet.

Für das Schuljahr 2018/2019 hat die Lernwerkstatt bereits das Öffentlichkeitsrecht erhalten.


Verpflichtendes Kindergartenjahr in der Kindergruppe „Sowiedu – Möwen“

Die Schulvorbereitzung im letzen Kindergartenjahr wird in einer exklusiven Kleingruppe speziell vormittags für bis zu 5 Kinder mit einer BetreuerIn angeboten. Besonders hervorzuheben ist diese Möglichkeit, das verpflichtende Kindergartenjahr in der Sowiedu – Möwengruppe zu absolvieren, da die Kinder so ohne den Leistungsdruck der Pflichtschule bereits einen Einblick in den „Alltag Schule“ zu bekommen, da sie fallweise in verschränkten Projekten teilnehmen dürfen, und die zukünftigen Klassenkameraden am Nachmittag bereits gut kennenlernen können. Das nimmt die Angst vor der Schule, und erleichtert den Start in das erste Schuljahr immens. Durch KindergruppenbetreuerInnen, die teilweise VolksschullehrerInnen und Montessori-PädagogInnen sind, können Kinder im verpflichtenden Kindergartenjahr hochwertig und behutsam auf den Schulalltag vorbereitet werden.


Öffnungszeiten

Frühbetreuung08:00 – 09:00
Unterricht (Kernzeit)09:00 – 13:00
Nachmittagsbetreuung13:00 – 17:00

Kosten

Zahlbar 12x pro Jahr. Alle Kosten (Jause, Ausflüge, Material,…) bis auf die Schullandwoche sind inkludiert:

Verpflichtendes Kindergartenjahr
(Kinder mit 5 Jahren), Ganztagsbetreuung
EUR 260,-
1. bis 4. SchulstufeEUR 260,-
5. bis 6. Schulstufe
(inkl. fallweisem Nachmittagsunterricht und Nachmittagsbetreuung)
EUR 495,-
Nachmittagsbetreuung für Schulkinder der 1. bis 4. Schulstufe (+Mittagessen)
(entspricht den Kosten öffentlicher Horte)
EUR 235,-
Einschreibgebühr
(einmalig)
EUR 500,-
Kaution
(einmalig, wird nach Austritt zurückbezahlt)
Zwei
Monatsbeiträge

Lage und Erreichbarkeit

In der Nähe des Hauptbahnhofs im Sonnwendviertel Ost befindet sich die Lernwerkstatt Sowiedu in der Maria-Lassnig-Straße 34/1, 1100 Wien. Der Eingang befindet sich in der autofreien Bloch-Bauer-Promenade 27.

Die Schule ist bestens erreichbar durch die Schnellbahn (Hauptbahnhof), sowie die Straßenbahnlinien 6, 11 und D, mit einer derzeit noch im Bau befindlichen gemeinsamen Haltestelle „Absberggasse“ aller drei Linien in unmittelbarer Umgebung der Schule.


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Anschrift: Maria-Lassnig-Straße 34/1, 1100 Wien
Schulkennzahl: 910411